Gegenwart
Nachdem wir nun 2011 unseren 9. Dalmatinerwurf vollbracht haben, nimmt man sich als Züchter natürlich immer erneut vor, alles noch gewissenhafter und besser machen zu wollen. Bei unseren G , H und I Wurf haben wir ja ausschließlich einen Rüden ( Gwynmor Undercover Agent - genannt Jamie ) als Vater ausgewählt. Diese Welpen haben uns 100 % gefallen, sowohl rein körperlich, wie auch vom Wesen.
Mit diesen Würfen sind wir absolut zufrieden, bis auf das leidige Thema der Taubheit.
Wir hatten im G - Wurf von Erysha ( eine einseitige Hündin ), im H - Wurf von Una ( einen tauben Rüden ) und der I - Wurf von Erysha war komplett beidseitig hörend. Das kuriose am G und I Wurf war, gleiche Hündin, gleicher Rüde, gleiche Wurfstärke - wobei der G-Wurf sehr viele Plattenwelpen hatte und die eiseitige Hündin. Der I-Wurf war im Ganzen viel heller, also weniger gefleckt, nur 2 Plattenwelpen und keinen einseitighörender Welpe. Man sieht, selbst bei Wiederholungsverpaarungen ergeben sich ganz andere Würfe-je nachdem, wie die Gene gewürfelt werden.
Selbstverständlich können diejenigen Züchter, die bisher verschont geblieben sind, lauthals sagen, das alle Tiere samt Nachkommen aus der Zucht genommen werden sollten.
Zum Einen beschränkt sich, meiner Meinung nach, der Dalmatiner nicht nur auf seine Hörfähigkeit, sondern auf viele andere Merkmale. Natürlich ist jeder nichthörende Welpe, ein Welpe zuviel – doch solange es keine wissenschaftliche Untersuchungsmethode gibt, wird die Zucht immer nur der Versuch sein, einen Wurf ohne Hörschäden zu züchten.
So schlimm diese Erkrankung auch ist, es gibt andere Defekte, die für das Tier erheblich schlimmer und einschränkender sind.


